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Musical entführte in die Hippie-Zeit

50 Jahre Woodstock

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Unglaubliche 50 Jahre ist es her, dass das legendäre Mutterkonzert aller Open-Air-Festivals in Bethel, einem kleinen Ort bei Woodstock in Bundesstaat New York stattgefunden hat. Der Mythos „Woodstock“ hat bis heute überlebt und diesen Mythos beschwor das niederländische Ensemble auf Einladung der Kulturgemeinschaft in der Beverunger Stadthalle herauf unter dem Titel „Woodstock - The Story“.

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Die Musiker begeisterten das Publikum mit ihrem Können und Engagement

© Foto: Siebrecht

Schauspieler Regisseur und Laurens ten Den, führte das Publikum in die Zeitreise auf das 2,4 Hektar große Gelände, das am 15. August 1969, zum Höhepunkt der Flower-Power-Bewegung letztlich fast eine halbe Millionen Menschen im Geiste von Liebe und Frieden zusammenführte. In der Rolle des Lichttechnikers, der zum Moderator avancierte, nahm er das Publikum mit in den Ablauf der drei Festivaltage. „Seid ihr Vorbereitet, habe ihr Schlafsäcke, Zelte und Verpflegung dabei?“, fragte er die ca. 500 Zuschauer, „Nein, das ist typisch aber wir teilen, was wir haben“, meinte er und gab Plastikplanen gegen Kälte und Regen durch die Reihen. Schließlich wollte man gemeinsam die drei Tage des Festivals in drei Stunden auferstehen lassen. Auch das Bühnenbild, in dessen Hintergrund Originalaufnahmen gezeigt wurden, und die Kostüme mit zerrissenen Jeans, und Batik-Shirts, großen Mustern und Häkeljacken, waren authentisch gewählt.

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Gitarrist und Sänger Thomas Meeuwis

© Foto: Siebrecht


Vor 50 Jahren begann das Festival musikalisch mit Folk-Sänger Richie Havens und endete am 18. August, als der geniale Jimi Hendrix die Zuschauer mit seinem „Hey Joe“ auf den Heimweg schickte. Die neun Musiker und Sänger der Band um den musikalischen Leiter Matthijs van Noort stellten einen Querschnitt der Künstler dar, die 1969 das Publikum begeisterten. Großartig war dabei Sänger Martin van der Starre mit seiner Joe Cocker Interpretation, bei der auch die typischen, zuckenden Gesten des Musikers nicht fehlten oder Muriel te Loos´ Darstellung der Sängerinnen Janis Joplin (Piece of my heart) oder Grace Slick mit „We will overcome“. Mit Kostümwechseln schlüpften die Musiker und Sänger immer wieder in die legendären Bands der Zeit und nahmen auch durch schauspielerische Einlagen die Zuschauer mit in das „Feeling von Woodstock“. Der „Lichttechniker“ berichtete von den vielen Pannen bei Organisation und Ablauf des Open-Air-Festivals, das trotz vieler Mängel von friedlichem Miteinander geprägt war.

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Sängerin Muriel te Loo stellte unter anderem Janis Joplin dar.

© Foto: Siebrecht


War es erst mühsam, das westfälische Publikum zum Mitsingen und tanzen zu animieren, hielt es nach drei Stunden Musikprogramm niemanden mehr auf den Sitzplätzen. Zu „Rolling on the river“ holten sich die Musiker Zuschauer auf die Bühne und tanzte mit ihnen gemeinsam. Das begeisterte Publikum feierte die Truppe, die alles gegeben hatte mit standig ovation.

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