Demonstration gegen das Atommüll-Zwischenlager

150 Fahrzeuge reihten sich in Autokorso ein

Von Peter Vössing
Beverungen/Lauenförde – Ein ausdrucksstarkes Zeichen setzte jetzt der Verein Atomfreies 3-Ländereck, der unmittelbar nach der Eröffnung der neuen Weserbrücke mit einem Autokorso gegen die geplante Errichtung des zentralen Bereitstellungslagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Würgassen und die zu erwartenden Atommülltransporte in der Region Aufmerksamkeit erregte.

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Eine große Anzahl von Schlepper reihte sich in die Demonstration ein.

© Foto: Vössing

Es waren übrigens die ersten Fahrzeuge, die die Weser symbolträchtig über die neue Brücke kreuzten. Kurz zuvor war erst in einer Feierstunde die neue Weserbrücke freigegeben worden.
Ca. 150 Fahrzeuge waren zu der eindrucksvollen Demonstration gekommen und die Insassen machten ihren Unmut zum geplanten Zwischenlager mittels lang anhaltendem Gehupe laut. Die Fahrzeuge waren mit Banner und Fahnen versehen. Zahlreiche Schlepper hatten sich eingereiht, die Atomfassattrappen mit sich führten
Initiator Dirk Wilhelm (Vors. des Vereins Atomfreies 3-Ländereck) war sehr zufrieden. „Unser Ziel war es, vor den Augen der Vertreter von Politik und Medien als erste Fahrzeuge die neue Brücke zu befahren, um unsere Position gegen das geplanten Zentrale Atomlager zu unterstreichen. Wir hatten eigentlich mit 50 Fahrzeugen gerechnet. Dass daraus ein ca. zwei Kilometer langer Konvoi geworden ist, damit hatten wir nicht gerechnet. Ich bin hellauf begeistert“, freute sich Wilhelm.
Der Autokorso hatte während der Eröffnungsfeierlichkeiten vor der Brücke auf Lauenförder Seite Aufstellung genommen. Wichtig war es den Veranstaltern, dass der Autokorso nicht die Feierlichkeiten auf der Brücke stört. Im Vorfeld wurde das mit dem Bürgermeister und den Behörden abgeklärt.
Von Lauenförde aus ging der Konvoi über die Brücke nach Beverungen und machte dann die große Runde um das alte Kernkraftwerk an Würgassen vorbei nach Lauenförde, wo der Korso die Weserbrücke noch einmal überfuhr. In Beverungen angekommen löste sich der mobile Demonstrationszug dann auf.
Es war eine eindrucksvolle Demonstration mit Teilnehmer aus der gesamten Region, die sich gegen das geplante Zentrale Bereitstellungslager für radioaktiven Müll richtete. „Unsere Arbeit gegen das Lager scheint Früchte zu tragen, wie die große Anzahl an Teilnehmer an einem Mittwochnachmittag bei kurzer Vorlaufzeit beweist“, resümierte Dirk Wilhelm.