Stellungnahme der Bürgermeister im Dreiländereck

„Logistik-Gutachten nehmen wir mit Freude zur Kenntnis“

Würgassen (brv) – In einer gemeinsamen Mitteilung nehmen die Bürgermeister Marcus Dit-trich (Bad Karlshafen), Martin Lange (Trendelburg), Tino Wenkel (Boffzen) und Hubertus Grimm (Beverungen) Stellung zum Logistik-Gutachten, das der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies jetzt vorstellte:

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Das Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks soll nach Wünschen der BGZ ein Zentrales Bereitstellungslager beherbergen. Dagegen gibt es massiven Protest.

© Foto: Peter Vössing

„Das am Donnerstag von Umweltminister Lies im Umweltausschuss des Landes Niedersach-sen vorgestellte Logistik-Gutachten zum geplanten zentralen Bereitstellungslager nehmen wir mit Freude zur Kenntnis. Leider kennen wir bisher nur das Ergebnis, dass ein zentrales Bereit-stellungslager nicht benötigt wird. Das Ergebnis ist aber genau das, was wir von Beginn an immer gesagt haben. Im Logistikstandort Deutschland muss es möglich sein, mit Hilfe intelligenter Lösungen eine dezentrale Anlieferung an den Schacht Konrad so zu organisieren, dass die dortigen Erfordernisse erfüllt werden. Nun gilt es, das Gutachten im Einzelnen auszuwer-ten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Es ist sehr schade, dass wir als hauptbe-troffene Kommunen sowohl von der Ankündigung der Veröffentlichung als auch dem Ergeb-nis nur aus den Medien erfahren haben. Hier bitten wir um schnellst mögliche Übermittlung des Gutachtens, um uns die Details ansehen zu können.
Mit diesem Gutachten haben die Länder Niedersachsen und NRW einen erheblichen Beitrag geleistet, wofür wir den Ministern Lies und Laumann sowie den mitwirkenden Landtagsabge-ordneten unserer Region sehr dankbar sind. Eigentlich hätte ein solches Gutachten am An-fang des Prozesses stehen und vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben werden müssen. Die Staatssekretäre Stefan Tidow und Christian Kühn haben bei ihrem Besuch in Beverungen erklärt, dass sie dieses Gutachten in ihre endgültige Entscheidungsfindung mit einfließen lassen werden. Wir appellieren nun an die Hausleitung des Bundesumweltministeri-ums, sich das Gutachten zu eigen zu machen, neue Lösungswege zu suchen und alle weite-ren Planungen für den Standort Würgassen einzustellen. In diesem Zusammenhang verwei-sen wir auch auf die Festsetzungen des Regionalplanes und rufen dazu auf, den wertvollen Energiestandort Würgassen für seine eigentlichen Zwecke zu nutzen, zumal es nur sehr we-nige dieser Standorte gibt."

Marcus Dittrich, Bad Karlshafen
Martin Lange, Trendelburg
Tino Wenkel, Boffzen
Hubertus Grimm, Beverungen