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Dreßen freut sich auf Unglückspiste: "Eine meiner Lieblingsstrecken"

Köln (SID) - Deutschlands Top-Abfahrer Thomas Dreßen freut sich auf die Rückkehr auf seine Unglückspiste in Beaver Creek. Gut ein Jahr nach seinem in der alpinen Abfahrt erlittenen Kreuzbandriss hat der 26-Jährige längst seinen Frieden mit der Piste "Birds of Prey" geschlossen. "Es wird sicherlich beim ersten Training noch im Kopf sein, aber die Abfahrt ist und bleibt eine meiner Lieblingsstrecken", sagte Dreßen, der im ersten Training am Mittwoch sogleich Vierter wurde: "Ich gebe der Strecke keine Schuld."
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Thomas Dreßen freut sich auf die Piste in Beaver Creek © SID

Dreßen reiste zudem mit einem grandiosen Triumph im Gepäck ins größte Ski-Resort der USA. Auf den Tag genau zwölf Monate nach dem verhängnisvollen Sturz gewann der Garmischer am 30. November bei seinem Comeback sensationell die Abfahrt von Lake Louise. Der dritte Weltcupsieg hat eine Last von seinen Schultern genommen. "Nach dem ersten Rennwochenende will ich es ganz locker und ohne Druck angehen. Ich möchte Spaß haben und mit einem guten Gefühl wieder abreisen", sagte Dreßen.

Auf Punkte hofft Dreßen schon, aber er ist auch Realist: "Ich gehe nicht davon aus, dass es ergebnistechnisch so weiter geht wie in Lake Louise", meinte er, "die Trainings waren bisher einfach zu wenig konstant dafür. Deshalb heißt es für mich, jede Fahrt zu nutzen, um diese Konstanz aufzubauen."

Leicht gehandicapt war Dreßen durch eine leichte Erkältung. Doch das ist nach einem Tag Pause am Dienstag größtenteils überstanden. "Gesundheitlich geht es mir schon wieder relativ gut", sagte Dreßen, "ich bin zwar noch ein bisschen müde, aber Hals und Nase machen kaum noch Probleme. Trotzdem bin ich froh, dass ich meinem Körper so noch einmal einen Tag Ruhe gönnen konnte."

In Dreßens Sog wollen auch die Speedfrauen des Deutschen Skiverbandes (DSV) bei ihrem Saisonauftakt im kanadischen Lake Louise überzeugen. "Speziell der Sieg von Thomas, der extrem cool für uns alle war, motiviert für Lake Louise", sagte Bundestrainer Jürgen Graller vor der ersten Abfahrt der Frauen am Freitag in Kanada.

Die Hoffnungen ruhen vor allem auf Viktoria Rebensburg. Die 30-Jährige aus Kreuth, 2010 in Vancouver Olympiasiegerin im Riesenslalom, hatte ihre Saison mit zwei "Riesen" begonnen und dort die Plätze 13 und sieben belegt. Nach ihrem zweiten Start in Killington/USA stieß sie in Lake Louise zur deutschen Speedgruppe. Dort stehen am Freitag und Samstag zwei Abfahrten sowie am Sonntag ein Super-G auf dem Programm.

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