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Südamerikanisches Krisenland benötigt trotz Ölreichtums Treibstofflieferungen

Erster iranischer Tanker in venezolanischen Gewässern eingetroffen

Caracas (AFP) - Der erste von fünf iranischen Öltankern ist in venezolanischen Gewässern angekommen. Der Tanker werde von Militärschiffen Venezuelas eskortiert, teilte Ölminister Tareck El Aissami am Samstag (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Vier weitere Tanker, die laut Medienberichten insgesamt 1,5 Millionen Barrel Treibstoff liefern, würden in den kommenden Tagen erwartet.
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Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro © AFP

Der Iran hatte vor einigen Tagen die USA davor gewarnt, die Lieferung zu stoppen. Sowohl der Iran als auch Venezuela fürchteten ein Eingreifen der USA, die sowohl Venezuela als auch den Iran mit Sanktionen belegt haben. Washington will alle iranischen Ölexporte möglichst unterbinden.

Venezuelas linksgerichteter Staatschef Nicolás Maduro hatte dem Iran am Mittwoch in einer Fernsehansprache für die Unterstützung gedankt. Venezuela leidet schon seit Jahren unter einer schweren Wirtschaftskrise, die zuletzt durch die Coronavirus-Pandemie verschlimmert wurde. Obwohl das Land die größten Ölvorkommen der Welt hat, ist es auf Treibstofflieferungen angewiesen.

Zudem ist Venezuela in einen erbitterten Machtkampf zwischen Maduro und dem Oppositionsführer Juan Guaidó verstrickt. Der Parlamentspräsident Guaidó hatte sich zu Beginn des vergangenen Jahres selbst zum Übergangspräsidenten ausgerufen. Er wird von der Regierung von US-Präsident Donald Trump unterstützt. Der Iran steht - ebenso wie Russland - hinter Maduro.

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