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Löschzug Beverungen und Feuerwehrverein St. Florian

Trotz Pandemie eine starke Einheit

Beverungen (brv) - Nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause durfte Löschzugführer Kevin Feiler die 45 Feuerwehrmänner und -frauen des Löschzuges Beverungen sowie der Ehrenabteilung zur Jahresdienstbesprechung in den Räumlichkeiten des Feuerwehrgerätehauses Beverungen begrüßen.

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Dienstbesprechung

© Foto: Feuerwehr Beverungen

Hierbei schauten die Floriansjünger auf zwei besonders herausfordernde Jahre zurück. Innerhalb kürzester Zeit mussten sich die Freiwilligen Feuerwehren der pandemischen Lage anpassen. So fielen auch in Beverungen sämtliche Dienstveranstaltungen aus. Dienstabende wurden umgeplant und in digitaler Form durchgeführt. Bei Einsätzen wurden strenge Hygienemaßnahmen eingeführt und konsequent umgesetzt. "Trotz dieser widrigen Umstände haben wir es geschafft, den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt in sämtlichen Einsatzlagen schnell und schlagkräftig zur Seite zu stehen", so Feiler stolz.
Im Kalenderjahr 2020 rückte der Löschzug insgesamt zu 64 Einsätzen aus. Besonders in Erinnerung blieben die Einsätze "Hilfeleistung – Menschenleben in Gefahr" nach dem Absturz einer Person auf dem Weser-Skywalk im Oktober sowie der Vollbrand eines Wohnhauses im historischen Stadtkern Beverungens am zweiten Weihnachtsfeiertag. Bei letzterem konnten die Einsatzkräfte den Vollbrand weitere angrenzender Wohnhäuser noch rechtzeitig verhindern.
Das Kalenderjahr 2021 begann wie das vorherige aufgehört hatte: Mit einem Großbrand in der Kernstadt Beverungens. Ein Küchenbrand in der Pizzeria La Casa zog in die Zwischendecke des Erdgeschosses und bescherte den Einsatzkräften einen aufwendigen Einsatz. Die insgesamt 87 Einsätze des Löschzuges im Jahr 2021 waren vielfältig und erstreckten sich über eingeklemmte Personen nach Verkehrsunfällen, Flächenbränden bis hin zu Hilfeleistungen bei längeren Ölspuren.
Der anwesende Stadtbrandinspektor Stefan Nostitz berichtete von einem insgesamt sehr arbeitsreichen Kalenderjahr für die Freiwillige Feuerwehr Beverungen. Durch die enormen Kraftanstrengungen sowie die konsequente Umsetzung strenger Corona-Maßnahmen konnte eine großflächige Infektion von Einsatzkräften im Stadtgebiet verhindert werden. Alle Einheiten waren zu jederzeit einsatzbereit. Weiter berichtete Nostitz über diverse Beschaffungen und Umbaumaßnahmen im Stadtgebiet. Der Löschzug selbst erhielt in dieser Zeit eine den Unfallverhütungsvorschriften entsprechende Umkleidekabine (wir berichteten).
Sowohl die Wehrals auch die Zugführung zeigten sich besonders erfreut, dass es trotz der Umstände gelungen war, eine Vielzahl an Feuerwehrkameradinnen und -kameraden des Löschzuges fortzubilden. So besuchten u.a. Daniel Vieth das "BC-Modul" auf Kreisebene, Jürgen Blume die Lehrgänge "Zugführer Aufbau" und "Ausbilder in der Feuerwehr" sowie Kevin Feiler den Lehrgang "F/B 5 – Verbandführer" am Institut der Feuerwehr. Eine Vielzahl weiterer Kameradinnen und Kameraden absolvierten die Lehrgänge "Truppmann Grundlehrgang", "Atemschutzgeräteträger", "Funk- und Kartenkunde" sowie "Technische Hilfe Wald" auf Stadt- und Kreisebene. Auf Grund ihrer Leistungen und Qualifikationen konnten folgende Beförderungen vorgenommen werden:
Kevin Feiler wurde zum Brandoberinspektor und die Brandmeister Alexander Enns und Patrick Meier zu Oberbrandmeistern befördert. Über Beförderungen zum Hauptfeuerwehrmann freute sich Patrick Garbrecht, zu Oberfeuerwehrmännern bzw. -frauen wurden Elias Zarnitz, Tom Bolle, Paul Billeb, Jonathan Grone, Pascal Gräflich, Kevin Schröder, Jan Welling und Christian Wensing befördert. Die Kameradin Sarah Zarnitz wurde aus der Jugendfeuerwehr übernommen und zur Feuerwehrfrau ernannt. Sie und Kevin Schröder wurden weiterhin zu stellvertretenen Jugendfeuerwehrwarten der Jugendfeuerwehr Beverungen ernannt. Der eingesetzte Jugendwart Mario Bönning freut sich sehr über die Verstärkung bei der Betreuung der aktuell 23 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren.
Mit dem freudigen Ausblick, dass der Löschzug Beverungen voraussichtlich im Sommer 2023 ein neues Tanklöschfahrzeug erhält, beendete Feiler die Versammlung und eröffnete das Buffet, welches klassisch in der Pause zwischen der Jahresdienstbesprechung des Löschzuges und der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins eingenommen wird.
Im Nachgang begrüßte der 1. Vorsitzende Alexander Enns nochmals die anwesenden Vereinsmitglieder. Die Versammlung gedachte zu Anfang zweier verstorbener Kameraden mit einer Schweigeminute. Obwohl auch die Vereinstätigkeit unter der Pandemie litt, konnte Enns von einigen schönen Veranstaltungen berichten. So fand im Frühjahr 2020 eine Winterwanderung statt und im Sommer 2021 konnte nach kurzer Planung die Partnerfeuerwehr im sächsischen Porschdorf besucht werden. Ein ganzes Wochenende lang verbrachte man eine schöne Zeit in der Sächsischen Schweiz und genoss hierbei auch die Anreise mit dem vom Verein gepflegten historischen Löschgruppenfahrzeug. Diverse Hochzeiten, runde Geburtstage und Geburten brachten Licht und Freude in diese außergewöhnliche Zeit. Aus Vereinsmitteln und durch Spenden konnten u.a. Tor-Fernbedienungen für die Großfahrzeuge sowie eine Rückfahrkamera für das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 erworben werden. Ferner ist für das laufende Kalenderjahr die Anschaffung von Sportshirts für alle Vereinsmitglieder geplant. Der Feuerwehrverein St. Florian e.V. bedankt sich hierfür nochmals ausdrücklich bei der Vielzahl an Spendern. "Wir sind froh über den großen Rückhalt aus der heimischen Wirtschaft", so Enns, welcher im Anschluss in seinem Amt bestätigt wurde und weiterhin von Alexander Bönning vertreten wird. Der bisherige 1. Schriftführer Stefan Beyer legte sein Amt nach insgesamt fast 25 Jahren unter großem Applaus nieder. Für sein Engagement überreichte ihm der Vereinsvorstand ein Präsent. Als Nachfolger von Beyer wurde anschließend Daniel Vieth gewählt.
Für das kommende Kalenderjahr hoffen alle Mitglieder auf eine wiederkehrende Normalität und auf viele gemütliche Stunden im Kreise der Kameradschaft. Denn diese, weiß Enns, "sind unerlässlich zum Ausgleich der hohen Einsatzbelastung und zur Aufrechterhaltung eines guten Gruppengefüges". So saßen die Mitglieder des Vereins sowie der Einsatzabteilung des Löschzuges, welche im ersten Halbjahr 2022 schon zu 60 Einsätzen alarmiert worden ist, bis in die späte Nacht im Feuerwehrgerätehaus zusammen.

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