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Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal

Informationsaustausch zum geplanten Zwischenlager

Beverungen (brv) - Der Arbeitskreis der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal hat sich mit dem Bürgermeister der Stadt Beverungen und den verantwortlichen Mitarbeitern der Stadtverwaltung zu einem Informationsaustausch zum geplanten Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll in der Stadtverwaltung Beverungen getroffen.

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(vorne v.l.) Hubertus Grimm, Bürgermeister Beverungen, Dr. Claus Schubert, Geologischer Sachverständiger, Ludger Ernst Betriebsleiter Straßen- und Immobilienbetriebe Beverungen. (hinten v.l.) Hubertus Hartmann, Edith Götz, Josef Jacobi, AK Würgassen, Lebenswertes Bördeland und Diemeltal (Es fehlt Uwe Lippenmeyer, stellv. Abteilungsleiter, Bauabteilung Stadt Beverungen). Foto: BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal

© Foto: BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal

Als Einstieg in dieses Gespräch wurde von beiden Seiten zunächst noch einmal die Vorgehensweise der BGZ (Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung) hinsichtlich Transparenz, Öffentlichkeitsbeteiligung sowie planerischer Vorgehensweise kritisiert.
Bürgermeister Grimm wies auf die fehlenden planerischen Voraussetzungen zur Umsetzung dieses Vorhabens hin. Die Vorgaben des Regionalplans sehen nun einmal für das Gebiet des ehemaligen Kernkraftwerks keinen Standort zur Errichtung eines Atommüllzwischenlagers vor. Die Bürgerinitiative erläuterte die aus ihrer Sicht mangelhafte Verkehrsinfrastruktur und kündigte an, sich in naher Zukunft mit der Hochwasserproblematik des Standortes zu beschäftigen. Gerade der für alle wahrnehmbare Klimawandel und die damit verbundenen Extremwetterlagen lassen den Standort in der Weseraue als Risikostandort erscheinen.
Den Schwerpunkt dieses Informationsaustausches bildete die von Dr. Claus Schubert vorgetragene mangelhafte geologische Voraussetzung am Standort Würgassen. Er wies auf die auswaschungsgefährdeten Gesteinsschichten des Standortes hin. Vorliegende Karten des geologischen Dienstes sowie vorhandene Bohrproben zeigen unmissverständlich auf, dass es zu Hohlräumen im Untergrund und somit zu schwerwiegenden Erdbewegungen jederzeit kommen kann. Dem Ausschluss dieser Befürchtung sei die BGZ bisher nicht nachgekommen. Da es sich bei diesem Bauvorhaben jedoch um ein Gebäude der Gefahrenklasse 3 handelt, ist ein absoluter Ausschluss solch möglicher Gefahren vom Vorhabenträger zu gewährleisten.
Zum Abschluss des von beiden Seiten als sehr informativ bewerteten Gesprächs erklärten die Gesprächspartner, dass man im inhaltlichen Austausch bleiben wolle. Die Bürgerinitiative Bördeland und Diemeltal wird sich weiterhin mit medienwirksamen Aktionen wie die erst kürzlich stattgefundene Schaffung der Grünen Wiese vor dem ehemaligen Kernkraftwerk Würgassen, sowie mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung zum geplanten Atommüllzwischenlager, kritisch zu Wort melden.

 

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