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Interview mit Vorsitzendem der Kulturgemeinschaft

Ausgeklügeltes Hygiene- und Sicherheitskonzept

Beverungen (brv) – Damit die Kulturfreunde endlich wieder in den Genuss von Theatervorführungen und anderen Veranstaltungen in der Beverunger Stadthalle kommen können, hat die Kulturgemeinschaft Beverungen ein ausgeklügeltes Hygiene- und Sicherheitskonzept erarbeitet. In einem Gespräch erläuterte Vereinsvorsitzender Dr. Andreas Knoblauch-Flach das Konzept.

Beverunger Rundschau (BR): Wie sieht das Hygiene- und Sicherheitskonzept für die Stadthalle aus?
Dr. Andreas Konblauch-Flach (AKF): Unser Konzept ist durch das städtische Ordnungsamt für bis zu 300 Zuschauer genehmigt worden.
BR: Warum nur 300?
AKF: Weil es uns wichtig ist, dass alle Besucher*innen ausreichend Platz haben und sich sicher fühlen.
BR: Zurück zum Konzept. Was beinhaltet es?
AKF: Wichtig darin ist zunächst das Kriterium der Rückverfolgbarkeit. Dem tragen wir Rechnung dadurch, dass schon beim Kartenerwerb immer auch die Kontaktdaten erfasst werden. Das erspart Wartezeiten und – schlangen beim Betreten der Stadthalle. Und mit der Rückverfolgbarkeit stellen wir sicher, dass bei eventuellen Infektionen schnell informiert werden kann.
BR: Wie steht es dabei um den Datenschutz?
AKF: Diese persönlichen Angaben werden vertraulich behandelt und dem Ordnungsamt nur im Verdachtsfall übermittelt. Ansonsten werden sie nach vier Wochen vernichtet.
BR: Wird es Warteschlangen geben?
AKF: Schon beim Einlass achten wir darauf, dass alle Beteiligten Masken tragen und Abstände eingehalten werden. Dann gibt es zwei Einlasskanäle: einen für Personen, die schon Karten haben, und einen anderen für die, die an der Abendkasse kaufen wollen.
BR: Ist der Getränkeverkauf in der Pause kein Risiko?
AKF: Um dabei erst gar kein Risiko aufkommen zu lassen, haben wir das umorganisiert. Getränke können beim Betreten der Halle gekauft und dann mit an den Sitzplatz genommen werden. Ebenso entfällt die Garderobe. Mäntel und Jacken können mit an den Platz genommen werden. Unser Ticketsystem ist so eingestellt, dass rechts und links automatisch zwei Plätze freigesperrt werden, nachdem eine Buchung abgeschlossen ist.
BR: Das sichert die seitlichen Abstände. Wie sieht es mit denen nach vorne und hinten aus?
AKF: Wir besetzen auf der Tribüne nur jede zweite Reihe. Im Parkett stehen nur 5 statt 11 Reihen. Natürlich gibt es von der Bühne zur ersten Zuschauerreihe auch den erforderlichen Abstand von 4 Metern.
BR: Sicherlich gilt auch die Maskenpflicht?
AKF: Ja natürlich. Auf dem Sitzplatz darf die Maske abgenommen werden. Wir bitten aber darum, sie soweit möglich auch auf dem Platz zu tragen.
BR: Wie steht es um Desinfektionsmöglichkeiten?
AKF: Natürlich gibt es Desinfektionsmittel gleich beim Betreten der Halle. Und die Toiletten werden vor der Vorstellung sowie vor und nach der Pause desinfiziert.
BR: Ein Thema ist immer auch die Frischluftzufuhr. Wie sieht es damit aus?
AKF: Die Stadthalle hat ein sehr effizientes Lüftungssystem mit einem hohen Luftaustausch. Zusätzlich werden wir in der Pause durchlüften und auch die Fluchttüren zur Weserseite öffnen, die übrigens nach der Vorstellung als zusätzliche Ausgangsmöglichkeit genutzt werden können.
BR: Gibt es noch weitere Vorkehrungen?
AKF: Ja, wir haben unser Personal für die Vorstellung aufgestockt, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden kann.
BR: Wie lautet Ihr Fazit zu dem Konzept?
AKF: Ich bin davon überzeugt, dass mit den geschilderten Vorkehrungen ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Und ich freue mich darüber, dass Theater endlich wieder möglich ist.

 

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